____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b
ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ
MediaČ
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
top
MediaČ (; deutsch Mediasch, frĂźher Medwisch, siebenbĂźrgisch-sächsisch Medwesch oder Meddesch, ungarisch Medgyes) ist eine Stadt in SiebenbĂźrgen im Kreis Sibiu in Rumänien. Sie liegt an der Târnava Mare (GroĂe Kokel) und ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt in Zentralrumänien.
Contents
⢠Geografie
⢠Lage
⢠Natur
⢠Klima
⢠NachbardÜrfer
⢠Geschichte
⢠Politik
⢠Kommunalwahlen
⢠Medien
⢠Sport
⢠Verkehr
⢠Wein
⢠Siehe auch
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Geografie
Lage
Die Stadt liegt im Kokeltal des Karpatenvorlands und ist von zahlreichen Bergen umgeben. Im Norden von den Steilhängen des Galchberges, der Burg, des Hunsrßckens und Keppenberges und im Sßden vom Busder Plateau, Hasengarten, Vogelstange, Hirschberg, Kreuzberg und Stempelwald. Die Gesamtlänge der Stadtgrenze beträgt 35 km, der Marktplatz liegt auf einer SeehÜhe von 305 m, hÜchster Punkt ist der Weberln-Berg (555 m).
Natur
MediaČ liegt in einer Mischwaldzone mit Steineichen und Rotbuchen, an Bächen und FlĂźssen wachsen Weiden und Erlen und auf den Wiesen und Auen auch viele Arten von SĂźĂgräsern und Wildblumen.
Klima
⢠Es herrscht ein gemäĂigtes Kontinentalklima
⢠Die durchschnittliche Niederschlagsmenge beträgt 600 mm pro Jahr
⢠Die durchschnittliche Anzahl der Regentage pro Jahr beträgt 123 Tage
NachbardĂśrfer
Geschichte
Mediasch wurde Mitte des 13. Jahrhunderts von siebenbĂźrgisch-sächsischen Siedlern aus dem âAltlandâ der Hermannstädter Provinz durch Binnenkolonisation besiedelt. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1267. Der Name kĂśnnte vom lateinischen per medias via (in etwa am Kreuzweg) herrĂźhren. Gemeint sein kĂśnnte damit ebenso die Mitte des historischen SiebenbĂźrgens, die Mediasch in etwa markierte. Eine andere Erklärung ist die Ăbernahme des Ortsnamens einer vorher bestehenden Szekler-Siedlung namens Medyes. Der Name soll sich auf den Baumbewuchs der Gegend beziehen und bedeutet Sauerkirsche (neu-ungarisch Meggy), woraus im Laufe der Zeit durch Lautverschiebung der heutige Name entstanden sein soll. In ersten urkundlichen Erwähnungen heiĂt es u. a. Mediesy (1267) oder Terra Meddies (1289). Später findet sich auch die deutsche Bezeichnung Medwisch (Honterus-Karte, 1532; SiebenbĂźrgischer WĂźrg-Engel, 1670).
Mediasch entstand zunächst als Siedlung auf Adelsboden, d. h. die ersten deutschen Siedler waren dem ungarischen Adel hĂśrig und genossen nicht dieselben Freiheits-Privilegien wie die Siedler auf dem sogenannten KĂśnigsboden. Innerhalb weniger Generationen erkämpften sich die Mediascher jedoch diese Privilegien (1315)cite-ref-3[3] und erreichten zusammen mit den umliegenden Ortschaften sogar den Status eines âStuhlsâ (Zwei StĂźhle, später Mediascher Stuhl), also einer eigenen Gerichtsbarkeit und weitestgehender Selbstverwaltung.
Ab etwa 1523 kamen Schriften von Martin Luther und Philipp Melanchton in die Stadt. Um 1550 wurde die Reformation eingefĂźhrt, weil die Stände einander die Glaubensentscheidung freigestellt hatten.cite-ref-wien-2017-s9-16-4-0[4] In der Mediascher Stadtgeschichte spiegelt sich die wechselhafte Geschichte SiebenbĂźrgens wider. Immer wieder zogen verschiedenste Heere durch das Land, es gab osmanische Einfälle, Ăśsterreichische und ungarische Gegenangriffe und oft genug lokale FĂźrsten und GegenfĂźrsten, die blutig um die Vorherrschaft stritten. Mediasch wurde dabei mehrfach belagert und geplĂźndert, wobei das Jahr 1605 als âSchreckensjahrâ in die Geschichte einging. Ebenso wurde Mediasch von der zweiten GeiĂel des Mittelalters, der Pest, mehrfach heimgesucht. Die Mediascher BĂźrgerschaft schaffte es jedoch immer wieder, das Leben in der Stadt zum BlĂźhen zu bringen. Vielleicht trugen gerade die oft ungĂźnstigen äuĂeren Bedingungen dazu bei, den inneren Zusammenhalt zu stärken. Dies bezog sich jedoch beinahe ausschlieĂlich auf die deutsche BevĂślkerung, Ungarn oder gar Rumänen waren nahezu vollständig ausgeschlossen.
Die Dominanz der deutschstämmigen SiebenbĂźrger Sachsen dauerte bis ins 19. Jahrhundert an. In Mediasch wurde der wachsende Einfluss der ungarischen Staatsmacht und ihr Bestreben der âMagyarisierungâ SiebenbĂźrgens besonders offensichtlich. Im Jahr 1849 wurde die Stadt von ungarischem Militär besetzt und der Mediascher Stephan Ludwig Roth, prominentes Sprachrohr der SiebenbĂźrger, Pfarrer, Lehrer und Schriftsteller, festgenommen, in Klausenburg in einem Schauprozess zum Tode verurteilt und standrechtlich erschossen. DarĂźber hinaus wurden hunderte anderer Menschen, die meisten davon Rumänen, erschossen. Dennoch gelang es der deutschen BevĂślkerung dank traditionell guter Kontakte nach Deutschland und Ăsterreich während der Zeit der Industrialisierung ihre Vormachtstellung in Mediasch Ăśkonomisch auszubauen.
Nach dem Ersten Weltkrieg und der Vereinigung SiebenbĂźrgens mit Rumänien schwand auch in MediaČ zunehmend der Einfluss der deutschen BevĂślkerung. Obwohl sie nach wie vor den GroĂteil der BevĂślkerung stellten, fĂźhlten sich die Deutschen vor allem wegen entsprechender Gesetze der Zentralregierung zunehmend ins Abseits gedrängt. So fand die NS-Propaganda auch in MediaČ ihre Anhänger: Viele Bewohner der Stadt zogen auf deutscher Seite in den Zweiten Weltkrieg. Hingegen wurden hier keine organisierten Pogrome gegen die jĂźdische BevĂślkerung und ihre Einrichtungen durchgefĂźhrt. Bis nach dem Zweiten Weltkrieg hatte die deutschstämmige BevĂślkerung (zumeist SiebenbĂźrger Sachsen) in MediaČ eine relative Mehrheit. Die Stadt, damals noch Teil des Kreises Târnava-Mare, zählte im Jahr 1930 15.505 Einwohner, davon 5.974 Deutsche (38,52 %), 4.366 Rumänen (28,15 %), 3.876 Magyaren (24,99 %), 702 Juden (4,52 %) und 345 Roma (2,22 %).cite-ref-5[5]
Politik
BĂźrgermeister der Stadt war von 2004 bis zu seinem Tod 2009 Daniel Thellmann, zunächst gewählt als Mitglied des DFDR (Demokratisches Forum der Deutschen in Rumänien). Das DFDR leitete die Stadtpolitik in der Wahlperiode 2004â2008 in einer Koalition mit der PD, seit 2007 umbenannt in PD-L. Am 18. April 2008 wechselte der amtierende BĂźrgermeister zur PD-L, was zu politischen Auseinandersetzungen fĂźhrte.cite-ref-6[6] Infolgedessen kĂźndigte Klaus Johannis, der Vorsitzende des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien, den Abbruch jeglicher Zusammenarbeit zwischen dem DFDR und der PD-L.cite-ref-7[7] Thellmann musste seine Ămter im Demokratischen Forum der Deutschen niederlegen.
Kommunalwahlen
Die Wahlen zum Stadtrat (consiliul local) im Jahre 2020 ergaben folgende Mandatsverteilung:cite-ref-8[8]
⢠PNL (National-Liberale Partei): 16
⢠PSD (Sozialdemokratische Partei): 3
⢠USR (Union Rettet Rumänien): 1
⢠PLUS (Partei fßr Freiheit, Einigkeit und Solidarität): 1
Nach Daniel Thellmanns Tod durch schwere Krankheit Ăźbernahm sein Stellvertreter Teodor NeamČu 2009 das Amt des BĂźrgermeisters. Seit 2016 ist Gheorghe Roman BĂźrgermeister der Stadt.
Liste der BĂźrgermeister von Mediasch
⢠1402 Cuncz, villicuscite-ref-11[11]
⢠1552â1559 Simon Pellio, Stadthann
⢠1559â1569 Simon Pellio
⢠1569â1575 Joachim Koch
⢠1575â1577 Georg Cseh
⢠1577â1579 Joachim Koch
⢠1579â1580 Georg Cseh
⢠1580â1581 Johannes Literatus, alias Schuller
⢠1581â1582 Joachim Koch
⢠1582â1583 Johann WeiĂ
⢠1583â1585 Joachim Koch, â 19. Februar 1585
⢠1586 Johannes Schuller, â 28. Juli 1586
⢠1586 Johann WeiĂ, â 4. September 1586
⢠1586 Philippus Kirschner (Pellio), alias Ernst
⢠1587â1588 Philippus Ernst
⢠1588 unbekannt
⢠1589â1590 Philippus Ernst oder Michael Fleischer
⢠1590â1591 Martinus WeiĂ
⢠1591â1592 Michael Fleischer
⢠1592â1595 Martinus WeiĂ
⢠1595 Philippus Ernst
⢠1595â1597 unbekannt
⢠1598â1599 Martinus WeiĂ oder Michael Fleischer
⢠1599â1601 Martinus WeiĂ
⢠1601â1603 unbekannt
⢠1603â1604 Franziskus Cseh
⢠1604â1605 Michael Goldschmidt
⢠1605â1607 Achatius Schimert
⢠1607â1609 Simon Zachariä
⢠1609â1616 Petrus Gotterbarmet
⢠1616â1617 Andreas Fleischer, alias Gräf
⢠1617â1619 Petrus Hann, lat. Hannius oder Honnius
⢠1619â1620 Andreas Fleischer, alias Gräf
⢠1620â1623 Petrus Gotterbarmet
⢠1623â1627 Petrus Hann
⢠1617â1631 Georg(ius) Lander
⢠1631â1637 Franziskus Reutsch (Reytsch)
⢠1637â1638 Georg Lander
⢠1638â1643 Martin(us) Klausenburger
⢠1643â1648 Petrus Gotterbarmet
⢠1648â1651 Matthias Herbert
⢠1651â1657 Michael Hetzeldorfer, alias Simonius
⢠1657â1660 Stephan(us) Maurer (Lani), alias Fleischer
⢠1660â1664 Andreas Seidner, alias Fabritius
⢠1664â1667 Michael Rukesch
⢠1667â1669 Andreas Seidner, alias Fabritius
⢠1669â1671 Johannes Auner
⢠1671â1673 Andreas Seidner, alias Fabritius
⢠1673â1675 Johannes Auner
⢠1675â1677 Andreas Seidner, alias Fabritius
⢠1677â1679 Johannes Auner
⢠1679â1681 Michael KeĂleri, alias Csekelius
⢠1681â1682 Johannes Auner
⢠1682â1684 Michael KeĂleri, alias Csekelius
⢠1684â1686 Stephan(us) Gräser
⢠1686â1688 Matthias Tinnes
⢠1688â1693 Samuel Conrad, ab 1692 von Heydendorff
⢠1693â1695 Petrus Hermann
⢠1695â1697 Samuel Conrad von Heydendorff
⢠1693â1701 Petrus Hermann
⢠1701â1702 Samuel Conrad von Heydendorff
⢠1702â1703 Petrus Hermann
⢠1703â1707 Samuel Conrad von Heydendorff
⢠1707â1710 Johann Auner
⢠1710â1714 Martin Klausenburger, jun.
⢠1714â1716 Daniel Kirtscher, alias Gross
⢠1716â1721 Petrus Auner
⢠1721â1727 Andreas Hann
⢠1727â1731 Johannes Schuller
⢠1731â1733 Andreas Hann
⢠1733â1734 Johannes Schuller
⢠1734â1738 Andreas Hann, ab 1742 von Hannenheim
⢠1738â1752 Michael Schuller, ab 1741 von Sonnenberg
⢠1752â1754 Daniel Conrad von Heydendorf
⢠1754â1763 Andreas Hann von Hannenheim
⢠1763â1770 Daniel Conrad von Heydendorff
⢠1770â1772 Matthias Zoppelt (Czoppelt)
⢠1772â1775 Andreas Hann von Hannenheim
⢠1775â1778 Daniel Conrad von Heydendorff
⢠1778â1790 Daniel Schaffendt
⢠1790â1798 Michael Conrad von Heydendorff d. Ă.
⢠1798â1799 Andreas Conrad von Heydendorff
⢠1799â1805 Jacob Georg Binder
⢠1805â1822 Michael Conrad von Heydendorff d. Ă.
⢠1822â1833 Daniel Georg Schaffendt
⢠1833â1835 Andreas Kraus von Ehrenfeld
⢠1835â1848 Michael Conrad von Heydendorff d. J.
⢠1848â1850 Daniel Georg Gräser (* 1783, â 1869)
⢠1850â1853 Friedrich Binder von Biedersfeld
⢠1853â1855 Andreas Schuster
⢠1855â1869 Friedrich Binder von Biedersfeld
⢠1869â1874 unbekannt
⢠1874â1877 Carl Conrad von Heydendorf
⢠1877â1891 Wilhelm GreĂkowitz
⢠1891â1894 Max Kraus
⢠1894 Wilhelm Wagner
⢠1894â1918 Friedrich Theil
⢠1918â1932 Julius Stenzel
⢠1932â1934 Michael Ambrosi jun.
⢠1934â1938 Coriolan AslÄu
⢠1938â1940 Wilhelm Binder
⢠1940â1944 Hans Zikeli
⢠1996â2000 Dionisie Bucur
⢠2000â2004 Teodor Plopeanu
⢠2004â2009 Daniel Thellmann
⢠2009â2016 Teodor NeamČu
⢠seit 2016 Gheorghe Roman
Städtepartnerschaften
MediaČ unterhält Partnerschaften mit:
⢠Niederlande De Fryske Marren in den Niederlanden, seit 1995
⢠Vereinigte Staaten Mineral Wells in Texas, seit 2005
⢠Polen DÄ
browa GĂłrnicza in Polen, seit 2011
⢠Moldau Republik Cricova in der Republik Moldau, seit 2018
⢠Deutschland Lutherstadt Wittenberg, seit 2019cite-ref-12[12]
SehenswĂźrdigkeiten
⢠Margarethenkirche mit dem charakteristischen schiefen Trompeterturm (âTramiterâ). Im Innenraum der Kirche befindet sich die nach der Schwarzen Kirche von BraČov bedeutendste Sammlung wertvoller historischer âSiebenbĂźrgerâ Teppiche.cite-ref-schmutzler-13-0[13]cite-ref-ionescu-transylvanian-rugs-14-0[14] Der Mediascher Altar im Chorraum ist eines der bedeutendsten Werke der Spätgotik in SiebenbĂźrgen. Seit dem Jahr 2022 wird der alte Buchbestand im Kirchturm wissenschaftlich gesichert und erforscht.
⢠Hermann-Oberth-Gedenkhaus
⢠Historische Altstadt
⢠Schuller-Haus (Bildungseinrichtung)
⢠Stephan-Ludwig-Roth-Gedenkhaus
⢠Synagoge, erbaut 1896
Medien
Es gibt zwei Radiosender in MediaČ (Radio MediaČ und Radio Ring), einen Fernsehsender (Nova Tv) und drei Wochenblätter (Monitorul de MediaČ, Jurnal de Weekend und MedieČeanul).
Sport
Die erfolgreichsten Sportvereine in MediaČ sind die Basketballmannschaft und der FuĂballklub von Gaz Metan. Der FuĂballklub gewann 2011 in der Qualifikation zur UEFA Europa League Ăźberraschend gegen die deutsche Bundesligamannschaft FSV Mainz 05.cite-ref-15[15]
Verkehr
MediaČ liegt an einer der bedeutendsten internationalen Eisenbahnstrecken Rumäniens (BukarestâBudapestâWien), eine der ersten von der rumänischen Staatsbahn (CFR) elektrifizierten Strecken. AuĂerdem ist Hermannstadt Ăźber eine Lokalbahnlinie â via CopČa MicÄ (Kleinkopisch) â erreichbar. Das Stadtzentrum ist vom Bahnhof aus in etwa 10 Minuten zu FuĂ erreichbar.
Die Stadt liegt am StraĂenkreuzungspunkt der NationalstraĂen (drum naČional) DN 14, DN 14A, DN 14B sowie der KreisstraĂe (drum judeČean) DJ 141. Ăber diese StraĂen sind die Städte Hermannstadt, Blaj (Blasendorf), TârnÄveni (Sankt Martin), SighiČoara (SchäĂburg) und Agnita (Agnetheln) erreichbar.
Das Ăśffentliche Verkehrsnetz besteht aus drei Oberleitungsbus- und einigen Autobuslinien.
Wein
Die Stadt liegt im siebenbĂźrgischen Weinland,cite-ref-16[16] wo der Anbau von vorwiegend WeiĂwein seit jeher ein wichtiger Wirtschaftsfaktor war. Dieses bezeugt auch das Stadtwappen, in dem das alte Wappenelement, die natĂźrliche rechte Hand vermehrt ist um eine befruchtete Weinrebe mit Wurzeln, Blättern und zwei Trauben â so belegt in einem Siegel aus dem Jahr 1546.cite-ref-17[17] Auch die Heimatgemeinschaft Mediasch fĂźhrt neben dem Tramiterturm die befruchtete Weinrebe in ihrem Wappen.
Der Wein aus MediaČ wird in Bram Stokers Roman Dracula an prominenter Stelle erwähnt: âThe wine was Golden Mediasch, which produces a queer sting on the tongue, which is, however, not disagreeableâ (Tagebucheintrag von Jonathan Harker, 5. Mai, zum ersten Mal auf dem Weg zum Schloss des Grafen).
PersĂśnlichkeiten
SĂśhne und TĂśchter der Stadt
⢠Christian Schesaeus (1536â1585), siebenbĂźrgischer Humanistcite-ref-18[18]
⢠Michael WeiĂ (1569â1612), Politikercite-ref-19[19]
⢠Laurentius Toppeltinus (1641â1670), Jurist und Landeshistoriker
⢠Michael Conrad von Heydendorff der Ăltere (1730â1821), Chronist, Historiker und BĂźrgermeister
⢠Stephan Ludwig Roth (1796â1849), Pfarrer, Schulreformer und Politiker
⢠Wilhelm von Alemann (1798â1881), Ăśsterreichischer Feldzeugmeister, Kommandant der Theresianischen Militärakademie
⢠Andreas von Gunesch (1799â1875), evangelisch-lutherischer Superintendent von Wien
⢠Theodor Fabini (1828â1849), Reformer und Volksheldcite-ref-20[20]
⢠Josef Schuster (1849â1914), Lehrer und Abgeordneter im Ungarischen Reichstag
⢠Johann Friedrich Wilhelm Binder (1857â1898), Jurist und Politiker
⢠Heinrich Siegmund (1867â1937), Arzt, Landeskonsistorialrat und Publizist
⢠Samuel Karres (1874â1954), Industriellercite-ref-21[21]
⢠Rudolf Brandsch (1880â1953), Politiker
⢠Otto Folberth (1896â1991), Rektor, Heimatforscher, Schriftsteller
⢠Carl GĂśllner (1911â1995), Historiker und Mitarbeiter des rumänischen Geheimdienstes Securitate
⢠George Popa (1912â1973), Schriftsteller und Historikercite-ref-24[24]
⢠Annemarie Suckow von Heydendorff (1912â2007), Bildhauerin
⢠Gheorghe VĂĄczi (1922â2006), FuĂballspieler
⢠Otto Gert Folberth (1924â2018), Physiker
⢠Hans Ambrosi (1925â2012), Weinfachmann
⢠Hubert Caspari (1926â2004), Architekt
⢠Detlev Draser (1926â2011), Architekt
⢠Dora Kleemann (1926â2017), Email-KĂźnstlerin, Schmuckgestalterin und Textilgestalterin
⢠Adolf Oberth (1928â2007), Chemiker und Erfinder
⢠Peter P. Schweger (1935â2022), Architekt
⢠Waldemar MĂźhlbächer (1937â2021), FuĂballspieler
⢠Ruxandra Sireteanu (1945â2008), Biophysikerin und Neurowissenschaftlerin
⢠Klaus Schibschid (1951â2021), Handballspieler
⢠Klaus F. Schneider (* 1958), Dichter und Schriftsteller
⢠Johann Schneider (* 1963), Regionalbischof
⢠Wilfried âWilliâ Schneider (* 1963), Skeletonpilot und Skeletontrainer
⢠Margareta Keszeg (* 1965), Leichtathletin
⢠Doris Eisenburger (* 1966), Kinderbuchillustratorin
⢠Adelheid Theil (* 1969), Schauspielerin
⢠Gheorghe HaČegan (* 1970), Manager
⢠Nadia Hatagan (* 1979), Kunstturnerin
⢠IonuČ Buzean (* 1982), FuĂballspieler
⢠Amar (Rapper) (* 1983), Rapper und Musikproduzent
⢠Hanna Binder (* 1985), Schauspielerin und Theaterregisseurin
⢠Alexandru Munteanu (* 1987), FuĂballspieler
⢠Paul Pârvulescu (* 1988), FuĂballspieler
⢠Radu Zaharia (* 1989), FuĂballspieler
PersĂśnlichkeiten die mit MediaČ in Verbindung stehen
⢠Samuel Conrad von Heydendorff (1647â1727), Verwaltungsbeamter und BĂźrgermeister der Stadt MediaČ
⢠Čtefan Moldovan (1813â1900), Pfarrer und 1848er-Revolutionärcite-ref-25[25]
⢠Hermann Oberth (1894â1989), âVater der Raumfahrtâ, Wissenschaftler
⢠Daniel Thellmann (1960â2009), ehemaliger BĂźrgermeister der Stadt MediaČ (2004â2009)
Siehe auch
Literatur
⢠Hansotto Drotloff, Gßnter E. Schuster (Hrsg.): Mediasch. Ein historischer Streifzug durch die siebenbßrgisch-sächsische Stadt an der Kokel. Schiller, Sibiu (Hermannstadt) / Bonn 2009, ISBN 978-3-941271-15-9.
⢠Herrmann Fabini: Mediasch. In: Sakrale Baukunst in siebenbĂźrgischen-sächsischen Städten. monuMenta Verlag & Arbeitskreis fĂźr SiebenbĂźrgische Landeskunde, Sibiu (Hermannstadt) / Heidelberg 2013, ISBN 978-973-7969-15-6, S. 171â208.
⢠Otto Folberth: Gotik in SiebenbĂźrgen â Der Meister des Mediascher Altars und seine Zeit. Schroll, Wien / MĂźnchen 1973, ISBN 3-7031-0358-2.
⢠Topographische Karte: Mediasch und das Kokelland. Schiller, Hermannstadt/Bonn 2009.
Weblinks
Commons
: MediaČ
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠Homepage der Heimatgemeinschaft Mediasch e. V.
⢠Mediasch auf Siebenbßrger.de
⢠MediaČ bei ghidulprimariilor.ro
Einzelnachweise
cite-note-vz2021-11. Volkszählung 2021 in Rumänien, PopulaČia rezidentÄ dupÄ etnie, 1. Dezember 2021 (rumänisch).
cite-note-22. Autoritatea ElectoralÄ PermanentÄ: Primar. prezenta.roaep.ro, 9. Juni 2024, abgerufen am 19. Januar 2025 (rumänisch).
cite-note-33. â Der ungarische KĂśnig Karl Robert gesteht den Sachsen von Mediasch, Schelk und Birthälm 1315 die gleichen Freiheiten zu, wie denen der Hermannstädter Provinz
cite-note-wien-2017-s9-16-44. â Ulrich Andreas Wien: SiebenbĂźrgen - Pionierregion der Religionsfreiheit: Luther, Honterus und die Wirkungen der Reformation. Schiller Verlag, Hermannstadt/Bonn 2017, ISBN 978-3-946954-05-7, S. 9â16.
cite-note-55. â Sabin Manuila (Hrsg.): RecensÄmântul populaČiei României din 29 Decemvrie 1930. Band 2. Institutul central de statisticÇ, BucureĹti 1938, S. 438 f.
cite-note-66. â Thellmann wechselt zu rumänischer Partei. In: SiebenbĂźrgische Zeitung, 22. Mai 2008.
cite-note-77. â Klaus Johannis: Forumul Democrat al Germanilor din Romania rupe alianta cu PD-L. (Memento vom 23. Oktober 2008 im Internet Archive)
cite-note-88. â ComponenĹŁa Consiliului Local MediaĹ, abgerufen am 2. April 2021 (rumänisch).
cite-note-99. â Die Burgermeister von Mediasch. In: SiebenbĂźrgische Quartalschrift. Jg. 7, 1801, Zweites Quartal, S. 94â109 und Drittes Quartal, S. 177â188.
cite-note-1010. â Die BĂźrgermeister von Mediasch, 1552â1944. In: Hansotto Drotloff, GĂźnther E. Schuster (Hrsg.): Mediasch. Ein historischer Streifzug durch die siebenbĂźrgisch-sächsische Stadt an der Kokel. Schiller, Sibiu/Hermannstadt u. a. 2009, ISBN 978-3-941271-15-9.
cite-note-1111. â Fritz Keintzel-SchĂśn: Die siebenbĂźrgisch-sächsischen Familiennamen. BĂśhlau, 1976.
cite-note-1212. â Feierliche Unterzeichnung der neuen Städtepartnerschafts-Verträge. In: wittenbergersonntag.de. Wittenberger Sonntag, 9. Oktober 2019, abgerufen am 3. November 2019.
cite-note-schmutzler-1313. â Emil Schmutzler: Altorientalische Teppiche in SiebenbĂźrgen. Hrsg.: Anton Hiersemann. 1., 2010 wiedergedruckt Auflage. Leipzig 1933, ISBN 978-3-7772-1015-5.
cite-note-ionescu-transylvanian-rugs-1414. â Stefano Ionescu: Antique Ottoman Rugs in Transylvania. 2. Auflage. Verduci Editore, Rom 2005.
cite-note-1515. â spiegel.de
cite-note-1616. â Siehe die SiebenbĂźrgenkarte von Johannes Honterus aus dem Jahre 1532.
cite-note-1717. â Albert Arz von Straussenburg: Beiträge zur siebenbĂźrgischen Wappenkunde. Hermannstadt 1937.
cite-note-1818. â Schesäus, Christian. In: Deutsche Biographie (Index-Eintrag).
cite-note-1919. â WeiĂ, Michael. In: Deutsche Biographie (Index-Eintrag).
cite-note-2020. â Fabini, Theodor (1828â1849), Freiheitskämpfer. In: Ăsterreichisches Biographisches Lexikon 1815â1950 (ĂBL). Band 1, Verlag der Ăsterreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1957, S. 280.
cite-note-2121. â Joseph Trausch: Schriftsteller-Lexikon der SiebenbĂźrger Deutschen. Bio-bibliographisches Handbuch fĂźr Wissenschaft, Dichtung und Publizistik. Band 6: Hermann A. Hienz: DâG (= Schriften zur Landeskunde SiebenbĂźrgens. Band 7, 6). BĂśhlau, KĂśln u. a. 1998, ISBN 3-412-09697-0.
cite-note-2222. â Gustav Schuster bei siebenbuerger.de
cite-note-2323. â Hans Jakobi (Sprecher): Gedichte von Schuster Dutz bei alma-vii.de, abgerufen am 22. Januar 2025.
cite-note-2424. â Vasile Antipa: 100 Jahre George Popa bei der Bibliothek âStephan Ludwig Rothâ in MediaČ am 19. Oktober 2012 bei Sibiul.ro (rumänisch)
cite-note-2525. â Čtefan Moldovan bei cclbsebes.ro (rumänisch; PDF; 511 kB)